Was bedeutet insulinresistent?

In einem gesunden Organismus spielt Insulin beim Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Dieses Hormon wird von der Bauchspeicheldrüse produziert und tritt nach einer Mahlzeit in die Blutbahn. Seine Huptaufgabe ist, im Körper Glukose zu den Zellen zu transportieren, damit sie als Energie genutzt werden kann. Im Normalfall würden die Zellen schnell auf das Insulin reagieren. Doch bei Insulinresistenz geschieht dieser Vorgang nur noch sehr langsam und schleppend, weil das Insulin nicht mehr richtig wirken kann. Die Zellen werden immer mehr resistenter gegen Insulin. Die Verdauung arbeitet allerdings weiter und Glucose gelangt stetig ins Blut. Als Antwort schüttet die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel in den Griff zu bekommen.
Wenn das Blut chronisch hohe Insulinwerte aufweist, spricht man von einer Hyperinsulinämie. Diese Überproduktion des Insulins kann Jahre lang dauern bis die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, Insulin auszuschütten. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von Diabetes mellitus Typ 2.

Wann ist an eine Insulinresistenz zu denken?

z.B. bei einer Gewichtszunahme, die man trotz Diät und Sport nicht loswerden kann, dem gehäuften Gefühl ganz schnell etwas zum Essen zu benötigen und einer Ermüdung nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit.
Da die Insulinresistenz sehr unspezifische Beschwerden hervorruft, entwickelt sie sich häufig unentdeckt über Jahre. Erst, wenn sich aus der Insulinresistenz ein Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt hat, kommen die typischen Diabetes-Symptome auf.

Ursachen

  • zu wenig Bewegung: untrainierte Muskulatur benötigt mehr Insulin, um Glukose aus dem Blut aufzunehmen
  • unpassende Ernährung: zu viele Kohlenhydrate, zu wenig Ballaststoffe, schlechte Qualität der Fette, zu viel Energie
  • chronischer Stress
  • wenig Schlaf: Schlaf unter 6 Stunden wirkt sich negativ auf die Regulation des Insulistoffwechsels aus. Die Bauchspeicheldrüse produziert weniger Insulin
  • zu wenig Licht: Mangel an Vitamin D verringert die Insulinempfindlichkeit
  • genetische Einflüsse
  • Medikamente: Kortikosteroide, Antidepressiva

Therapie

Eine Umstellung der Ernährung hat einen wichtigen Stellenwert in der Therapie. Am effektivsten ist, wenn man gleichzeitig den Lebensstill ändert, als mehr Bewegung, ausreichend Schlaf und einen guten Stressmanagement einführt.
Die Ernährungstherapie basiert auf einer kohlenhydratangepassten Ernährungsweise mit vielen Ballaststoffen, ausreichend sättigendem Eiweiß sowie qualitativ hochwertigen Fetten.
Bei der Auswahl der Kohlenhydrate spielt der glykämische Index (GI) eine Rolle. Lebensmittel mit niedrigem GI verursachen einen langsamen und nicht zu hohen Anstieg des Blutzuckerspiegels

Interessantes

Das fogende Getränk kann Insulisensitivität verbessern und Zuckerspietzen vermeiden
400 Mililiter Wasser, 2 EL Apfelessig, 2 TL Zitronensaft, eine Prise Zimtpulver, etwas Cayennepfeffer
Der Apfelessig hilft bei der Verdauung, indem er die Bildung von Verdauungssäften anregt. Ausserdem verhindert Blutzuckerschwankungen und folglich auch Unterzuckerung
Zimt und Cayennepfeffer haben eine antientzündliche Wirkung. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass die Gewürze den Blutzucker und sogar glykiertes Hämoglobin (HbA1c) senken können